
Liebe Leserin, lieber Leser,
mit diesem Sondernewsletter wollen wir Sie über die sehr erfolgreiche Fachtagung "Finanzen2020 - Pfade zur Nachhaltigkeit" am 18. Oktober 2010 informieren.
Sowohl die öffentlichen Haushalte als auch die Finanzmärkte weisen weiterhin erhebliche Risiken auf. Während auf der einen Seite die öffentlichen Haushalte auf allen föderalen Ebenen Gefahr laufen, in der Schuldenfalle zu landen, ist auf der anderen Seite die Gefahr nicht ausgeschlossen,dass sich in den Finanzmärkten eine Krise vom Ausmaß der vergangenen Jahre wiederholt. >> weiter bitte links klicken!

Guten Tag, meine Damen und Herren,
ich möchte Sie begrüßen zu unserem Fachtag Finanzpolitik mit dem Thema Finanzen2020 – Pfade zur Nachhaltigkeit.
Waldsterben, Klimaschutz, Artenvielfalt, natürliche Lebensgrundlagen – das waren die Nachhaltigkeitsthemen, die mit den GRÜNEN verbunden sind. Das Thema der ökonomischen und der finanziellen Nachhaltigkeit rückt nun in der politischen Agenda immer mehr nach vorne – natürlich ohne dass die anderen Themen an Bedeutung verlieren.
Die Finanzblase und die Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 hätten um ein Haar unsere Finanzmärkte und unsere Wirtschaftsstrukturen implodieren lassen: „Wir sahen in den Abgrund“, so erinnert sich der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück an die Tage nach Lehmann Brothers.
Ebenso bedrohlich war die Krise einiger Staatshaushalte der EURO-Zone, die nur durch unkonventionelle und in keinem Vertrag vorgesehene Maßnahmen vor dem Absturz gerettet werden konnten- ein Absturz, der das Ende der europäischen Währung bedeutet hätte.
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Ich möchte Sie alle herzlich willkommen heißen. Ich darf sagen, ich bin schon ein wenig stolz, wenn ich ins Auditorium blicke und einige bekannte Kolleginnen und Kollegen aus meinem „anständigen Beruf“ als Bankvorstand, Sparkassenvorstande sehe aber auch viele Teilnehmer aus der Finanzverwaltung.
Wir wollen die Pfade der Nachhaltigkeit heute beleuchten und zwar in drei Aspekten. Erstens mit der Frage „Nachhaltigkeit und Stabilität der Finanzmärkte“ und dann „Nachhaltige und langfristige Tragfähigkeit der öffentliche Finanzen“, und auch einen Blick auf den langen Horizont über das Jahr 2020 hinaus werfen.
Ich glaube in der Tat, dass man sich der finanzwirtschaftlichen Nachhaltigkeit nur in Verbindung dieser Aspekte nähern kann: Marode öffentliche Haushalte sind wohl nicht in der Lage, Banken zu stützen und marode Banken sind nicht in der Lage, öffentliche Haushalte zu finanzieren. Ja, und ich glaube, unsere finanzpolitischen Entscheidungen sind nicht gut, wenn sie nur ein, zwei Jahre Bestand haben.
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zur Präsentation
zur Rede (auch als Text-pdf) Bernhard Sibold
Sehr geehrter Herr Kretschmann,
sehr geehrter Herr Schlachter,
sehr geehrte Damen und Herren!
Zunächst möchte Herrn Schlachter sehr herzlich für die Einladung zu diesem Fachtag danken, zumal ich mit dem Thema „Geldpolitik im Spannungsfeld von Preisstabilität, Finanzstabilität und Haushaltskonsolidierung“ auch noch am Anfang der Rednerliste stehen darf.
Von der Sache her bin ich allerdings - ganz unbescheiden - durchaus der Meinung, dass die Geldpolitik mit dem von ihr verfolgten Ziel der Preisstabilität auch ganz oben auf der Agenda steht, wenn es um Nachhaltigkeit der Finanzen geht. Der ehemalige Superminister Karl Schiller hat es – aus der Sicht eines Zentralbankvertreters völlig zu Recht - so ausgedrückt.
„Stabilität ist nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts!“
In der Rückschau auf drei Jahre Krise zunächst an den internationalen Finanzmärkten, dann der weltweiten Wirtschaftsaktivität und schließlich der Staatshaushalte wird deutlich, welche Herausforderungen zu bewältigen sind, um dauerhafte Stabilität zurückgewinnen. >> weiter bitte links klicken!


zur Rede von Prof Dr. Peter Burghof
Hans-Peter Burghof (1963) ist Professor am Lehrstuhl für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Universität Hohenheim und dort Prorektor für Internationalisierung und Wirtschaftskontakte. Im Oktober 2008 initiierte er gemeinsam mit weiteren Hohenheimer Professoren den Aufruf zur Finanzkrise: „Keine Wirtschaftskrise herbeireden“. >> zur Rede bitte links klicken!


zur Präsentation
zur Rede von Britta Velleuer
Frau Regierungsdirektorin Britta Velleuer ist seit 1998 Referentin im Bundesministerium der Finanzen und dort vor allem mit Fragen der langfristigen Entwicklung der Staatsfinanzen befasst. Zu ihren Aktivitäten zählte in jüngster Zeit die Arbeit an den von diesem Ressort herausgegebenen Berichten über die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen.
Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Bonn und Göttingen ist sie zunächst in verschiedenen Abteilungen des Bundesministeriums für Wirtschaft tätig gewesen. An den gesamtwirtschaftlichen Projektionen der Bundesregierung wirkte sie über viele Jahre mit.
Frau Velleuer hat das Bundesministerium der Finanzen von 2001 bis 2008 im Kuratorium des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung vertreten und ist derzeit Mitglied der „Working Group on Ageing Populations and Sustainability“ des Wirtschaftspolitischen Ausschusses der EU. >> weiter bitte links klicken!


zur Präsentation
zur Rede von Prof. Dr. Martin Junkernheinrich
Prof. Dr. Martin Junkernheinrich wurde am 02. Juni 1958 in Essen geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaft, Sozialwissenschaften und Germanistik an den Universitäten Bochum und Duisburg. Von 1982 bis 1992 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum tätig. Im Jahr 1987 promovierte er (Dr. rer. oec.); das Thema seiner von Prof. Dr. Paul Klemmer betreuten Dissertation lautete “Gemeindefinanzen - theoretische und methodische Grundlagen ihrer Analyse”.
Seit 1983 hat er diverse Lehraufträge an der Ruhr-Universität Bochum, der Bergischen Universität Wuppertal und den Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien Bochum und Essen wahrgenommen, und zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich der empirischen Wirtschafts- und Umweltforschung durchgeführt und geleitet. In den Jahren 1987, 1988 und 1993 war er als externer Mitarbeiter in finanz-, regional- und umweltpolitischen Fragen für den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Wiesbaden tätig. ... >> weiter bitte links klicken!


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zur Rede von Prof. Dr. Nathalie Behnke
Nathalie Behnke ist Inhaberin des Lehrstuhls für Verwaltungswissenschaft am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz.
Sie wurde 1973 in Tübingen geboren. Nach dem Abitur 1992 studierte sie Politikwissenschaft an den Universitäten Bamberg und Bologna. Während des Studiums war sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Sie promovierte 2003 an der FernUniversität in Hagen zum Thema "Ethik in Politik und Verwaltung". Für die Arbeit erhielt sie zwei Preise. Gemeinsam mit Arthur Benz beantragte und leitete sie zwischen 2006 und 2009 das DFG-Projekt "Muster der Verfassungsreform von föderalen Strukturen". 2009 folgte sie einem Ruf auf die Professur für Empirische Sozialforschung an der Ruhr-Universität Bochum, 2010 wechselte sie an die Universität Konstanz auf ihre aktuelle Position. Seit 2006 war sie Mitglied im Beirat, seit 2009 im Vorstand der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaften (DVPW). ... >> weiter bitte links klicken!

Dieser Newsletter wird herausgegeben von:
Fraktion DIE GRÜNEN
Im Landtag Baden-Württemberg
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70173 Stuttgart
Verantwortlich
Eugen Schlachter (MdL, finanzpolitischer Sprecher)
Tel.: 0711/2063-652
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Redaktionelle Mitarbeit
Ralph Bürk (parlamentarischer Berater)
Tel. 0711/2063/674
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