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Newsletter Schule

Schulinfo 1/2009
 

Liebe Leserin und lieber Leser,

die Bildungspolitik ist neben der Ökologie für uns GRÜNE das wichtigste landespolitische Thema. Insbesondere in der Schulpolitik hat die Landesregierung originäre, vom Bund unabhängige Gestaltungsaufgaben. Diese müssen besser genutzt werden, um allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft optimale Bildungschancen zu ermöglichen. Leider gibt es gerade bei dieser zentralen Herausforderung sehr viele ungelöste Probleme in unserem Land. Die Krise unseres dreigliedrigen Schulsystems ist unübersehbar geworden. Die Landesregierung versucht mit immer neuen Stärkungsprogrammen den dramatischen Akzeptanzverlust der Hauptschule aufzuhalten. Auch die „neue Werkrealschule“ wird daran nichts ändern können. Ich möchte Ihnen in diesem Newsletter zur Schulpolitik einige unserer vielfältigen parlamentarischen Initiativen vorstellen (Link zur Initiative jeweils unter dem Bild), mit denen wir konstruktive Kritik an Fehlentwicklungen im Bildungssystem unseres Landes üben, aber gleichzeitig auch neue pädagogische Perspektiven aufzeigen. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt dabei auf dem achtjährigen Gymnasium und unseren Vorschlägen zur Entzerrung und Verbesserung des G 8 (siehe unten). Mittel- und langfristig ist die Perspektive unserer Grünen Bildungspolitik, schrittweise die frühe Trennung der Kinder nach nur vier gemeinsamen Grundschuljahren zu überwinden: Die Schülerinnen und Schüler sollen länger gemeinsam von– und miteinander lernen und individuell gefördert werden.
Ich freue mich über ihr Interesse an unserem Newsletter und bin gespannt auf Ihre Rückmeldung. Bitte sparen Sie nicht an Kommentaren, Kritik, Lob und Anregungen.

Ihre

Renate Rastätter MdL
Schulpolitische Sprecherin

Inklusive Bildung für Kinder mit und ohne Behinderungen: Unser Gesetzentwurf zur Änderung des Schulgesetzes

Für die Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und die Forderungen nach einer inklusiven Schule sind nicht die Sonderschulen der Adressat. Sie leisten hervorragende Arbeit bei der Förderung von Kindern mit Behinderungen. Die in Deutschland am 26.03.09 in Kraft getretene Konvention und insbesondere der Artikel 24 richten sich in erster Linie an die allgemeinen Schulen: Diese müssen endlich integrationsfähig ausgestaltet werden für Kinder mit Behinderungen - aber auch für alle anderen Kinder. Wir haben zur inklusiven Schule einen Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht, der die Perspektive zu einem „inklusiven Bildungswesen “ aufzeigt. In den nächsten Monaten wollen wir unseren Gesetzentwurf mit Eltern, Schulen, Verbänden sowie den Kommunalen Schulträgern diskutieren und uns mit ihren Stellungnahmen und Forderungen auseinandersetzen. Dazu führen wir auch u. a. eine Anhörung im Landtag von Baden-Württemberg durch, zu der ich Sie schon heute herzlich einlade.

Werte und Verantwortung lernen: Ethik ab der ersten Klasse

Die Erziehung von Schülerinnen und Schülern zu verantwortungs- und wertebewusstem Verhalten ist eine gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule. In der Schule muss diese Erziehung umfassend und kontinuierlich ab der ersten Klasse gewährleistet werden, entweder in einem bekenntnisgebundenen Religionsunterricht oder in einem bekenntnisneutralen Unterrichtsangebot. Auch in dieser Legislaturperiode haben wir GRÜNEN deshalb erneut beantragt, dass der Ethikunterricht nicht erst in der achten Klasse der Haupt- bzw. Realschule sowie in der siebten Klasse des Gymnasiums als Ersatzfach für Religion beginnen darf. Aktuelle Zahlen belegen, dass bereits 25 % der Grundschulkinder weder katholisch noch evangelisch sind. In der Hauptschule ist diese Quote noch höher durch den großen Anteil muslimischer Kinder. Deshalb muss der Ethikunterricht für diese Schülerinnen und Schüler schrittweise ab der Grundschule eingeführt werden. Selbstverständlich können sie trotzdem den Religionsunterricht besuchen, wenn dies von den Eltern gewünscht wird. In der Antwort auf unseren Antrag hat die Landesregierung darauf verwiesen, dass Werteerziehung nicht fächergebunden sei und sie deshalb keine Notwendigkeit für Ethikunterricht ab der ersten Klasse sieht. Auch wenn der Antrag immer noch keine Mehrheit findet, werden wir das Ziel weiterverfolgen, denn gemeinsame Werte geben unserer Gesellschaft den Zusammenhalt, den sie braucht.

Integration braucht Vorbilder: Migranten als Lehrerinnen und Lehrer

Rund 33 % der Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg haben einen Migrationshintergrund. In krassem Gegensatz dazu liegt der Anteil der Lehrkräfte mit Migrationshintergrund gerade mal knapp unter einem Prozent. Damit fehlen den betroffenen Schülerinnen und Schüler wichtige Vorbilder, die zeigen, dass Schul- und Studienerfolg möglich sind und sich Anstrengung lohnt. Sie fehlen aber auch als wichtige Ansprechpartner und als „Brückenlehrer“ zwischen den Kulturen. Bislang hat es noch kein Programm zur systematischen Gewinnung von jungen Migranten für den Lehrerberuf in Baden-Württemberg gegeben. Mit mehreren Initiativen haben wir ein solches Programm gefordert und Eckpunkte dazu vorgestellt. Kultusminister Rau hat erklärt, dass er dazu aktiv werden wird. Bis jetzt gibt es aber nichts außer Absichtserklärungen.

 

Themenspezial G 8

Mittlerweise wechseln rund 40 % der Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule ins G 8. Die Kritik an der zu hohen Belastung der Kinder ist nach wie vor virulent. Nachfolgend finden Sie die Initiativen der letzten Zeit zum Thema achtjähriges Gymnasium.

G8: Falsch Gm8!

Die Kritik am achtjährigen Gymnasium reißt nicht ab. Zu Recht, finden wir GRÜNEN. Zu lange hat Kultusminister Rau die Elternkritik an der zu hohen Belastung ihrer Kinder vor allem in der Unterstufe ignoriert und hartnäckig behauptet, die Konzeption des G 8 würde stimmen, nur die Schulen würden das achtjährige Gymnasium nicht richtig umsetzen. Sicher hatte das eine oder andere Gymnasium Probleme damit, den neuen Bildungsplan pädagogisch gut umzusetzen. Es gab aber auch viel zu wenige Fortbildungen für die Lehrkräfte. Dennoch bestätigen Rückmeldungen von Eltern und Lehrkräften, dass auch an Schulen, die das G 8 gut umsetzen, die Belastungen vieler Kinder zu hoch sind. Bei unserer Anhörung zum G 8 im Landtag haben sogar Kinderärzte berichtet, dass das G 8 inzwischen in den Praxen der Kinderärzte angekommen ist. Daran hat auch die „Qualitätsoffensive Gymnasium“ der Landesregierung vom Sommer 2007 nichts geändert. Die einzig wirklich positive Maßnahme der „Qualitätsoffensive“ war die überfällige Abschaffung der Benotung der Vergleichsarbeiten. Deshalb haben wir Grünen eine Reihe von Anträgen in den Landtag eingebracht mit denen wir sowohl Verbesserungen der individuellen Förderung im G 8 als auch eine zeitliche Flexibilisierung beantragt haben. Diese Maßnahmen kosten Geld. Wenn aber stimmt, dass die Landesregierung das G 8, wie sie immer behauptet, nicht aus Spargründen eingeführt hat, dann muss ein erheblicher Anteil der Mittel des eingesparten Schuljahres für eine Verbesserung der Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler im Gymnasium eingesetzt werden.

Ein neues Konzept für das G 8

Zunächst ist unser Ziel, dass das Konzept des G 8 umfassend überarbeitet wird. Unsere zentrale Forderung dabei ist, dass das Gymnasium zu einer Schule der individuellen Förderung ausgebaut werden muss. Unser Fraktionsantrag zielt darauf ab, dass das Gymnasium zu einer rhythmisierten Ganztagsschule weiterentwickelt wird, in der sich Lernphasen und Erholungsphasen sinnvoll abwechseln. Dazu sollen jeder Gymnasialklasse zusätzliche drei Lehrerstunden zur Verfügung gestellt werden. Diese können in einen Pool eingebracht und für das Schließen von Lücken, Wiederholen, Üben, Vertiefen und für qualifizierte Hausaufgabenbetreuung eingesetzt werden. Weitere Forderungen sind u. a. kostendeckende Honorare für Lehrbeauftragte für unterrichtsergänzende Bildungsangebote sowie die Verschlankung der Bildungspläne. In der Parlamentsdebatte vom April 2009 wurde unser Antrag von den Regierungsfraktionen abgelehnt.

Durchlässigkeit und Entschleunigung: Ein Brückenjahr nach der Mittelstufe des G 8

Manche Kinder haben besonders zu Beginn der gymnasialen Schulzeit Probleme und brauchen mehr Unterstützung und gegebenenfalls mehr Zeit. Es gibt auch Schülerinnen und Schüler, bei denen sich in der Mittelstufe die Probleme häufen. Mit einem innovativen Vorschlag wollen wir GRÜNEN daher möglichst vielen Schülerinnen und Schülern eine „Brücke“ zum Abitur bauen. Alle Gymnasien, die Bedarf haben, sollen ein Brückenjahr nach der neunten Klasse anbieten dürfen. Dieses Brückenjahr können Schülerinnen und Schüler durchlaufen, die nach der neunten Klasse im G 8 nicht versetzt werden oder die ein Leistungstief haben, ebenso wie Schülerinnen und Schüler aus Realschulen, die ins Gymnasium überwechseln wollen. Mit dieser Lösung entfällt die Problematik, dass leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler aus dem G 8 in die Realschulen drängen. Denn mit dem Brückenjahr können sie am Gymnasium bleiben und dort entweder den regulären Realschulabschluss machen oder die Chance auf einen erfolgreichen Anschluss in die gymnasiale Oberstufe verbessern. Für leistungsstarke Realschüler bedeutet das Brückenjahr wiederum einen leichteren Übergang in die anspruchsvolle allgemeinbildende gymnasiale Oberstufe. Auch für diesen Antrag haben wir noch keine Mehrheit im Landtag gefunden. Es bleibt zu hoffen, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Gymnasium der zwei Geschwindigkeiten – G 8 plus Modellversuch des Auguste-Pattberg-Gymnasiums in Mosbach

In Baden-Württemberg gibt es ein einziges Gymnasium, das einen Schulversuch für einen neunjährigen Zug beantragt hat, der parallel zum achtjährigen Zug geführt werden soll. Unterstützt wird dieser Antrag von der gesamten Schulgemeinschaft, dem Gemeinderat und dem Oberbürgermeister sowie den beiden oppositionellen Landtagsfraktionen GRÜNE und SPD. Wir Grünen unterstützen den Antrag vor allem deshalb, weil wir es für richtig halten, flexible Geschwindigkeiten bis zum Abitur zuzulassen. Es gibt Kinder, die gerade zu Beginn der gymnasialen Schulzeit mehr Zeit brauchen. Und es gibt Kinder, denen, wenn dies der Fall ist, die Eltern nicht helfen können. Unser gemeinsamer Landtagsantrag von GRÜNEN und SPD wurde leider in der Landtagssitzung im Juni von den Regierungsfraktionen abgelehnt.

Realschulen nicht vernachlässigen – Mittel für Hausaufgabenbetreuung und Poolstunden gewähren

Die Realschulen stehen im Gegensatz zu den Gymnasien und Hauptschulen nicht im Mittelpunkt der öffentlichen bildungspolitischen Auseinandersetzungen. Dabei weisen sie eine hohe Heterogenität in ihrer Schülerzusammensetzung auf: Viele schwächere Schülerinnen und Schüler werden integriert und erfolgreich zur mittleren Reife geführt. Gleichzeitig werden sehr leistungsstarke Schülerinnen und Schüler auf einen problemlosen Übergang in die Beruflichen Gymnasien vorbereitet. Während die durchschnittlichen Klassengrößen an Gymnasien und Realschulen mit etwa 28 Schülerinnen und Schülern gleichauf liegen, weist jedoch die Ausstattung mit Landesmitteln für differenzierte Förderung und für Hausaufgabenbetreuung an den beiden Schularten ein erhebliches Ungleichgewicht auf. Gymnasien erhalten insgesamt zehn Poolstunden, von denen künftig mindestens fünf für Differenzierungs- und Fördermaßnahmen verwendet werden sollen. Dagegen bekommen Realschulen keinen verlässlichen Pool für solche besonderen Unterstützungsmaßnahmen. Mit diesem Antrag wollten wir Grünen von der Landesregierung wissen, ob sie in dieser ungleichen Ressourcenzuweisung ein Gerechtigkeitsproblem sieht und ob sie bereit ist, dieses Problem in Bälde zu lösen. Die Landesregierung hat dies verneint und in ihrer Antwort explizit die hohe Belastung im G 8 als Rechtfertigung für dieses Ungleichgewicht angeführt.

Die Ganztagsschule ist der längste Schulversuch des Landes

Schon seit drei Jahrzehnten gibt es Ganztagsschulen in Baden-Württemberg, und ein Viertel der Schulen im Land wurde inzwischen zu Ganztagsschulen ausgebaut. Die Landesregierung strebt sogar an, an allen Schularten bis zum Jahr 2015 eine Flächendeckung von 40 % zu erreichen. Trotz dieser vor allem von den Eltern, Kommunen und der Wirtschaft (wegen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie) sowie der Landtagsopposition erkämpften Entwicklung hat die Ganztagsschule immer noch den Status eines „Schulversuchs“ in Baden-Württemberg. Wir Grünen hatten bereits zu Beginn dieser Legislaturperiode im Jahr 2006 einen Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht, mit dem wir die Ganztagsschule im Schulgesetz verankern wollten. Sinn einer solchen gesetzlichen Verankerung ist, dass dadurch die Kommunen Anspruch auf eine verlässliche und dauerhafte Finanzierung des pädagogischen Ganztagsbetriebs erhalten würden. Deshalb ist die Aufnahme der Ganztagsschule im Schulgesetz auch seit vielen Jahren eine zentrale Forderung des Städte- und Gemeindetags an die Landesregierung. Die Landesregierung hat den Antrag zur gesetzlichen Überführung der Ganztagesschule in die Regelform und zur Ausstattung der Ganztagesschule mit den nötigen Ressourcen abgelehnt. Das Thema wird also weiterhin auf der grünen politischen Agenda bleiben.

Der Raum ist der dritte Pädagoge - Schulbauförderrichtlinien endlich zeitgemäß ausgestalten

Heute ist allgemein bekannt, welch hohe Bedeutung eine anregende Lernumwelt für die Lernentwicklung und die soziale Entwicklung der Kinder hat. Der bedeutende italienische Pädagoge Loris Malaguzzi hat deshalb vom Raum als dem dritten Pädagogen gesprochen (neben den anderen Kindern als „erstem Pädagogen“ und dem Lehrer als „zweiten Pädagogen“). Der Bau oder Ausbau von Schulgebäuden muss nachhaltig gestaltet werden und sich deshalb auch an den neuen pädagogischen Konzepten des Lernens – wie sie in den Bildungsplänen von 2004 verlangt werden – sowie der flächendeckenden Einführung der Ganztagsschule orientieren. Für die Fraktion Grüne ist es deshalb höchste Zeit, dass die Schulbauförderrichtlinien zeitgemäß weiterentwickelt werden. Denn die immer noch gültigen Schulbauförderrichtlinien sind immer noch am Unterricht der traditionellen Halbtagsschule mit lehrerzentriertem Frontalunterricht ausgestaltet. Die Landesregierung hat in ihrer Antwort zum Ausdruck gebracht, dass sie hier keinen Handlungsbedarf sieht. Dabei haben es einige Schulen schon erfolgreich vorgemacht, wie man die Räume so ansprechend und offen gestaltet, dass das Lernen und Entspannen darin Freude macht. Diese Kommunen wurden allerdings für ihre lobenswerte Initiative bestraft durch die Absenkung der Förderquote, die mit einer Überschreitung der in den Schulbauförderrichtlinien als förderfähig ausgewiesenen Grundflächen einhergeht. So haben Kommunen statt der vorgesehenen 33 % Förderquote lediglich rund 10 % erhalten. Es wäre statt dieser restriktiven Regelung wirklich angebracht, dass sich die Landesregierung solch schülerfreundlichen Impulsen öffnet.

Kulturelle Bildung in der Grundschule: Jedes Kind lernt ein Instrument

Bislang gehört der Zugang zum Erlernen eines Instruments nicht zum Bildungsauftrag der allgemeinbildenden Schulen. In ihnen wird lediglich eine musikalische „Grundbildung“ vermittelt. Selbst diese lässt mangels Fachlehrkräften in der Grundschule oft zu wünschen übrig. Das soll sich nach Meinung der Grünen Landtagsfraktion ändern. Wir haben eine parlamentarische Initiative ergriffen, mit der wir erreichen wollen, dass für alle Kinder in der Grundschule ein erster Zugang zum Erlernen eines Instruments eröffnet wird. Das ist nur möglich in enger Kooperation mit den Musikschulen des Landes. Leider lehnen Staatsekretär Wacker sowie die Regierungsfraktionen unsere Initiative ab. In der Landtagsdebatte vom 22.04.09 haben wir einen modifizierten Beschlussantrag in den Landtag eingebracht, um zu erreichen, dass wenigstens in Modellregionen wie u. a. im Ostalbkreis, wo Schulträger, Schulen und Musikschulen schon in den Startlöchern stehen, ein Einstieg in qualifizierte musikalische Bildung mit Landesunterstützung erfolgen kann. Aber auch mit dieser Forderung beißen wir bislang auf Granit. Dabei hat der Landesverband der Musikschulen in seinem Geschäftsbericht für dieses Jahr unmissverständlich klar gemacht, dass der weitere Ausbau der Kooperationen zwischen Musikschulen und Schulen ohne Landesmittel nicht möglich ist. Das Thema bleibt somit auf unserer bildungspolitischen Agenda.

Berufliche Schulen: Unterrichtsdefizit abbauen und Ausbau der beruflichen Gymnasien

Erstmals ist in diesem Schuljahr das Unterrichtsdefizit an beruflichen Schulen wieder gestiegen, auf 4,6 %. Mit dem durchschnittlichen Unterrichtsausfall in diesem Schuljahr werden somit fast 10 % des Unterrichts nicht erteilt. Die Grünen haben eine parlamentarische Initiative ergriffen, die dieses Defizit in den einzelnen Kreisen und Regierungspräsidien aufzeigt. Mit einem Maßnahmenbündel soll das Unterrichtsdefizit in den nächsten Jahren abgebaut werden. Notwendig ist auch ein weiterer Ausbau der beruflichen Gymnasien. Insbesondere bei den sozialwissenschaftlichen Gymnasien beträgt der Bewerberüberhang 66 %.

Sonstiges: Schülerwettbewerb zum Klimawandel

Die "Winfried-Böhler-Stftung" schreibt in diesem Jahr in Baden-Württemberg erstmals den mit 10.000 € dotierten Schulwettbewerb "Schule und Klimawandel" aus. Die Eckpunkte und Bedingungen des Wettbewerbs und den Ausschreibungstext finden Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Website der Stiftung www.wb-st.de

 

Vorschau

Im nächsten Newsletter:

Themenspezial:
- Werkrealschule und Alternativen
- Inklusion: Anhörung im Landtag am 21.10.2009 mit Prof. Dr. paed. Hans Wocken (Erziehungswissenschaftler, Hamburg) und Prof. Dr. Merz-Atalik (Institut für allg. Sonderpädagogik, PH Ludwigsburg)

Service:
Sie können die Dokumentation "Wie geht individuelle Förderung" gern bei uns anfordern.

Dieser Newsletter wird herausgegeben von:
Fraktion DIE GRÜNEN
Im Landtag Baden-Württemberg
Konrad-Adenauer-Str. 3
70173 Stuttgart
Verantwortlich
Renate Rastätter (MdL, bildungspolitische Sprecherin)
Tel.: 0711/2063-680
renate.rastaetter@gruene.landtag-bw.de
www.renate-rastaetter.de

Mitarbeit
Melanie Köhler (Referentin)
Tel. 0711/2063-680

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